Februar 18 2016

Die Religion – ein Machtinstrument?

teufel These 1:
Wenn, wie in den meisten Religionen postuliert, Gott allwissend und allmächtig ist, dann ist er auch autark, also unabhängig. Seine Existenz ist nicht daran gebunden, dass es Menschen gibt, die an ihn glauben.
Schlussfolgerung: Das bedeutet, dass Gott die Menschen nicht benötigt, um zu existieren.

These 2:
Die Tatsache, dass es zu allen Zeiten „Ungläubige“ im Verhältnis zu jeder Religion gegeben hat, beweist, dass Menschen existieren können, ohne an Gott zu glauben.
Schlussfolgerung: Für Menschen ist der Glaube an Gott nicht lebensnotwendig. Gott vielleicht, doch nicht der Glaube an ihn.

These 3:
Religionen können weder ohne ihren Gott noch ohne Menschen, die an ihn glauben existieren.
Schlussfolgerung: Religionen sind sowohl für die Existenz Gottes als auch für den Glauben der Menschen an einen Gott nicht notwendig.

Gott kann ohne Religion existieren und der Mensch kann ebenfalls ohne Religion existieren. Doch die Religion kann weder ohne Gott noch ohne Menschen, die an ihn glauben existieren.

Somit stellt sich die Frage: Wer braucht Religionen?

Antwort:
Religionen sind nichts anderes als ein Instrument, um Menschen zu Gruppen zusammenzufassen und mit ihrer Hilfe Macht über eben diese Gruppe als auch mit Hilfe dieser Gruppe Macht über die Menschen auszuüben, die dieser Gruppe nicht angehören. Macht wird immer durch Menschen ausgeübt, in diesem Fall durch die jeweiligen Religionsführer. Dass viele Religionen bestimmte, meistens spirituelle Bedürfnisse von Menschen erfüllen, berührt das Kernproblem nicht. Denn eine der Methoden, Menschen zu einer Religion zu bekehren, ist ja das Versprechen, manchmal auch die Erfüllung eben dieser Bedürfnisse. Genau diese Erfüllung verschafft aber den Religionsführern ihre Macht.

Zusammengefasst:
1. Wenn Gott existiert, benötigt er die Menschen und ihren Glauben nicht.
2. Menschen müssen nicht an Gott glauben, um zu existieren.
3. Sowohl Gott als auch die Menschen sind nicht zwingend auf eine Religion angewiesen, die Religion hingegen sowohl auf die Menschen als auch auf Gott.
4. Weil die Religionsführer sich beide zu Diensten machen – die Menschen mit ihrem Glauben an Gott und damit Gott selbst – sind Religionen nichts weiter denn Machtinstrumente.

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Persönliche Nachbemerkung
Die Religion war für mich seit meiner Kindheit der Grund, nicht „meinen“ Weg zum Glauben zu finden. Es schien mir immer schwachsinnig, dass Gott von denen, die an ihn glauben, Kniefälle und die Einhaltung bestimmter Riten verlangt. Das vertrug sich nie mit meinem Verständnis von einem Gott. Denn es würde letzten Endes bedeuten, dass Gott eitel und machtgierig wäre. Eitelkeit und Machtgier sind aber typisch menschliche Eigenschaften …

(C) RHCSo 2016


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Veröffentlicht18. Februar 2016 von rsonnberg in Kategorie "Quergedachtes", "Zeitgeschehen

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